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Vorsicht: Enkeltrick – noch immer werden Senioren Enkeltrick-Opfer

Tipps gegen den Enkeltrick

Fallen Sie nicht auf den Enkeltrick herein und übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

“Hallo Oma, ich brauche Geld…” titelt die LZ am Sonntag am 18. Januar 2015 und warnt vor einer dreisten Betrugsmasche, die heute immer noch funktioniert. Der Enkeltrick ist zwar schon über 10 Jahre alt aber Senioren fallen häufig noch darauf herein. In Einzelfällen hat sich der vermeintliche Enkel am Telefon bis zu 20.000 Euro erschlichen. In der Kriminalitätsstatistik des Bundeskriminalamtes werden die Enkeltrick-Fälle nicht gesondert ausgewiesen, das LKA Hessen hat von Februar 2008 bis August 2009 insgesamt 145 Fälle mit einem Schaden von 254.000 Euro erfasst . Nach Angaben des LKA Brandenburg ist die Zahl der Enkeltrick-Delikte ständig ansteigend. (Quelle: Wikipedia). Die Polizeiliche Kriminalpräventation gibt Tipps gegen den Enkeltrick.

Eine besondere Bedeutung hat dabei der Punkt “Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis”. Häufig werden in der Vorfreude auf den lange ersehnten Urlaub bereits Bilder vom Kofferpacken oder vom Gate des Flughafens in soziale Netzwerke gepostet. Damit alle virtuellen “Freunde” auf dem Laufenden bleiben, folgen täglich neue Statusfotos mit genauen Aufenthaltsort und Namen aller Mitreisenden. Diese Postings sind nicht nur für Einbrecher eine Einladung, sondern geben auch den Enkeltrick-Betrügern alle nötigen Informationen für einen Anruf bei den zu Hause gebliebenen. Insbesondere ältere Personen haben oft Sorge, wenn die Familie im Urlaub ist. “Passt auf, dass Euch bloß nichts passiert!”

Ein Anrufer mit betrügerischen Absichten hat dann leichtes Spiel: Er nutzt den Schockmoment und kennt dazu noch viele Details vom Urlaubsort. “Gestern waren wir noch am Strand von… und heute hat sich Helene verletzt und musste ins Krankenhaus, dann wurde Tobias noch seine Brieftasche gestohlen, HILFE Oma, wir brauchen dringend Geld!”. Welche fürsorgliche Großmutter würde da ihre Hilfe verweigern?

Deshalb: Sprechen Sie mit Ihrer Familie gerade vor einer längeren Reise oder einem beruflichen Auslandsaufenthalt, wie man sich in Notfällen verhalten sollte. Ein “Familienpasswort” kann sehr nützlich sein, um einen Anruf als “echt” zur verifzieren und nicht Opfer des Enkeltricks zu werden. Natürlich muss das Passwort sorgfältig ausgewählt sein und darf nicht etwa “Lizzy” lauten, wenn man täglich Fotos seiner Katze “Lizzy” in soziale Netzwerke postet. Ein Passwort sollte keinen persönlichen Bezug haben, keine Namen von Familienmitgliedern, nahen Freunden oder Haustieren beinhalten. Auch Automarken, Sportarten, Hobbys usw. sind ungeeignet, da sich diese oft sehr einfach im Internet recherchieren lassen.

Gerade für ältere Menschen wichtig: Holen Sie sich Hilfe von nahestehenden Verwandten oder Vertrauenspersonen aus der Nachbarschaft. Rufen Sie immer die Polizei über die Notrufnummer 110 und melden jeden Anrufer!

Seien Sie vorsichtig bei allen Arten von Anrufen und geben auch keine persönlichen Daten am Telefon preis, auch wenn der angebliche Mitarbeiter der “Krankenkasse”, einer anderen Organisation oder Unternehmens auch noch so freundlich am Telefon ist. Wichtige Informationen werden nie am Telefon abgefragt!

Wenden Sie sich an eine Polizeiberatungsstelle in Ihrer Region und lassen sich zu weiteren Vorsichtsmaßnahmen beraten.

 

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